Bücher Rebell Der Blog

Mai 17, 2009

Intellektuelle Querscheißer (oder die IQ’s)

Filed under: Satire — Schlagwörter: , , , , , — nobody knows @ 21:53

PDF Download – Intellektuelle Querscheißer (oder die IQ’s)

Man findet sie überall. Bei den Philosophen hauptsächlich, bei den sogenannten Wissenschaftlern,
im allgemeinen Volk und insbesondere unter eingebildeten Studenten,die eigentlich garnichts
wissen und deshalb so tun müssen, um interessant zu erscheinen, indem sie völlig absurde Theorien
verbreiten, die sie selber nicht verstehen und die natürlich Andere erst recht nicht verstehen können,
was jenen besondere Achtung einbringt, denn was diese nicht verstehen können, zeichnet ja jene
bekanntlich aus.
Jedenfalls bei unserem, so verquer denkenden Volk, bei dem natürlich ‘gedacht’ wird, obwohl
Denken das Letzte ist, was je stattfindet. Sie kombinieren nämlich nur gespeicherte Informationen
neu, und nennen das dann „Denken“. Dabei ist Denken bei den meisten über 15 garnicht mehr
vorgekommen; es ist nämlich eben ein schöpferischer Akt, wo uns etwas ganz Neues einfällt, das
vorher noch garnicht da war. Ob in diesem Jahrhundert überhaupt schon mal gedacht wurde, muss
daher in der Regel infrage gestellt werden. Zumindest, was die Verhaltensweisen der Spezies
Mensch anbetrifft, muss eigentlich davon ausgegangen werden, dass das Denken mit dem
ausgehenden letzten Jahrhundert –dem 19. Jahrhundert- abgeschafft wurde. Es wurde ersetzt durch
Rezitieren, Kombinieren, Rechnen,Weiterentwickeln bereits Gedachtem mittels Mathematik und
durch Geschrei, Gejammere, Fluchen und intellektuellem Querscheißen !
Also die sogenannten intellektuellen Querscheißer hat man sich in etwa folgendermaßen vorzustellen:
(Man müsste auch die Kommunisten dazu zählen)
Also da waren diese Leute, die sich für sehr intelligent hielten, und die setzten sich zusammen, um
sich darüber klar zu werden, wie man das Scheißen rationalisieren und vor allem an Kloschüsseln
und an Spülwasser sparen könnte, und vor allem, wie es zu erreichen wäre, dass jeder dabei seiner
Arbeit nachgehen würde, wobei derlei Leute eh nichts Gescheites arbeiten und deren Arbeit also
mit dem Scheißen durchaus in Einklang zu bringen sei, zumal vielleicht der Eine oder Andere
dabei, durch das allgemeine Klima zu einer neuen Idee stimuliert werden könnte.
Die Idee war also, dass man das Toilettenhäuschen sparen könnte und mitten im Raum, in dem
mindestens 5, wenn nicht gar 10 Leute arbeiten sollten, eine zentrale Kloschüssel aufstellen müsste,
um die herum in gebührendem Abstand die Arbeitsplätze dergestalt angeordnet sein würden, dass
jeder dort Arbeitende die zentrale Kloschüssel von seinem Platz aus, ohne diesen zu verlassen,
würde erreichen können, vorausgesetzt, er würde eine Arschbacke anheben und dann -und nach
etwas Übung würde das auch gelingen, man hat den Menschen schon die wildesten Verhaltensweisen
beigebracht- ganz einfach querscheißen.
Das mit dem Querscheißen sei garnicht so schwierig, behaupteten die Einen, man brauchte nur wie
gesagt, eine Arschbacke anheben, den Schließmuskel auf einen etwa 45 Einstellwinkel bringen und
mit kräftigem Druck drauf los scheißen. Auf den Druck komme es an, dann würde die ‘Sache’, wie
die Luft an der Tragfläche eines Flugzeuges an der Wölbung der Arschbacke entlang fliegen -die
aerodynamische Form sei ideal- und quergeschissen in der Mitte des Raumes durch die Schwerkraft
wieder niedergehen, wie bei einer abgeschossenen Rakete und jeder könne dies jederzeit von
seinem Platz aus, das Klo wäre nie besetzt, die Spülung würde bei jedem ‘Beschuss’ durch
Lichtschranke betätigt, und man könne den Mitarbeitern beibringen, von dem vielen Papier in ihren
Papierkörben Gebrauch zu machen, womit die erste Recyclingstufe schon durchgesetzt sei, notfalls
müsse man den Leuten neue Kleiderformen anbieten, die je nach ihren ‘Verstellmöglichkeiten’
rechts oder links eine leicht zugängliche Öffnung haben müssten.
Andere wendeten ein, dass es sicherlich sehr problematisch sei, den richtigen Druck zu dosieren,
bzw. seinen Arbeitsplatz auf die angemessene Entfernung zum zentralen Ort zu bringen, und wieder
Andere wendeten ein, dass bei aller Sorgfalt doch als bekannt vorausgesetzt werden müsse, dass
hoher Druck bei anhaltendem Widerstand zu einer plötzlichen, explosionsartigen Entladung führen
dürfte, was zur Folge hätte, dass die Flugbahn unkalkulierbar würde und das gute Stück dem
Gegenüber auf den Schoß, wenn nicht gar um die Ohren fliegen könnte.

Aber ganz emsige Verfechter des Querscheißens argumentierten, dass man zwei solche unaufhaltsamen Explosions-Ausgaben der menschlichen Spezies einander gegenüber setzen könnte, und es
wäre dann nur noch darauf zu achten, dass sie Beide gleichzeitig abdrückten, dann würden sich
beide Haufen mit einem dumpfen ‘plop’ in der Mitte treffen und alsbald in die Schüssel abstürzen.
Der Einwand, es könnte Probleme mit dem timing geben, wurde abgetan mit der Maßgabe, sie
hätten gefälligst eine Schreckschusspistole zu benutzen, das würde, insbesondere wegen dem
Schreck, besonders wirksam sein, als Startsignal, was aber einen weiteren Einwand nicht
wegbügeln konnte, was denn wäre, wenn dadurch auch noch andere in der Runde vor Schreck
abdrücken würden, und man könne sich garnicht vorstellen, wie dann unkontrolliert haufenweise
der Scheiß durchs Zimmer flöge, wo ihn alsbald der eine auf dem Schreibtisch habe, der andere auf
dem Computer oder auf den Tasten seiner Schreibmaschine. Aber alle Einwände fruchteten nichts.
Man war der überwiegenden Meinung, derartiges Verhalten könne antrainiert werden; man habe
den Menschen sogar schon das Töten auf Kommando antrainiert, viel erniedrigender sei dies auch
nicht, und wer danebenscheiße müsse eben solange einen Putzlappen in die Hand gedrückt kriegen,
bis er gelernt habe, entweder die richtige Zielweite zu erreichen oder aber auf Verabredung sich auf
halbem Wege mit einem Gegenüber zu treffen.
Schließlich sei garnicht einzusehen, dass man wegen so läppischer Einwände auf das rationalisierte
Einheitsklo inmitten des Arbeitsraumes verzichten sollte, und schließlich träfe es ja auch nur
diejenigen, die eh nichts besseres zu tun haben. Schließlich würden die Anwesenden ja ohnehin
weiterhin ihre eigenen Räume mit ihren persönlichen Luxus-Kloschüsseln behalten, man solle
wegen dem Volk nicht so ein Geschiss machen, die Sache sei einfach praktisch, sie sei kostensparend
und außerdem könne das Volk sich nicht beschweren, den Oberen würde nie etwas Neues
einfallen.
Da sie sich dann allerdings entscheiden mussten, mit gutem Beispiel voranzugehen, wurden sie die
ersten dieser neuen Spezies. Da sie nie wissen, ob sie sich tatsächlich als Urheber zu dieser neuen
Modeerscheinung bekennen sollen, oder nicht, reden sie immer drum rum und ne Menge Scheiß.
Querscheißer erkennt man daran, dass sie also immer Sachen sagen, die keiner versteht und dass sie
an einer Seite ihres Rockes eine verborgene Öffnung haben.

The Ace

1 9 8 7
1 9 9 6
2002 redigiert
2009 Veröffentlicht

Schreibe einen Kommentar »

Es gibt noch keine Kommentare.

RSS feed for comments on this post. TrackBack URI

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s

Erstelle eine kostenlose Website oder Blog – auf WordPress.com.

%d Bloggern gefällt das: