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November 29, 2009

Weihnachten

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PDF Download – Weihnachten

Weihnachten

Es gab eine Zeit,
Da war ich bereit,
Sie all‘ zu bedenken
Mit Weihnachtsgeschenken.
—–
Dann kam eine Zeit,
Wo die ganze Menschheit
Beim Einkaufsbummel
Und dem Vorweihnachtsrummel,
Veranstaltete so eine Art Krieg,
Wer am teuersten kaufte, wähnte den Sieg.
Und mich befiel Schauder, Abscheu und Wut,
Und ich befand, all dies sei wirklich nicht gut!
Fortan verweigerte ich mich der Schau,
Und man nannte mich nun eine geizige Sau.
——
Doch dann kam die Zeit
Mit der Menschlichkeit.
Und ich dachte bei mir, so ganz im Stillen,
Wenn sie einmal im Jahr den Zerstörungswillen
Ihrer bösen Natur unterdrücken,
Und auch mal was für And’re rausrücken,
Und statt mit Ellenbogen-Gelenken,
In Erscheinung treten mit schönen Geschenken,
Dann ist das vielleicht besser als Nichts,
Und es sei vielleicht ein Zeichen des Lichts.
——-
Und so ist’s an der Zeit,
Ich bin wieder bereit,
Meinen liebsten Menschen Freude zu machen,
Egal, ob sie lästern oder gar lachen.
Es lebe die ehrwürd’ge Weihnachtszeit,
Solang‘ Ihr noch da seid – macht Euch ’ne Freud!
Denn wissen wir, ob wir’s morgen noch können?
Den Luxus der Freude, den sollt Ihr Euch gönnen.
<>
The Ace
5.12.98

November 10, 2009

Goldman-Sachs-Chef Blankfein "Gottes Werk"

Filed under: Allgemein, international — Schlagwörter: , , , , , — nobody knows @ 16:56

PDF Download – Goldman-Sachs-Chef Blankfein “Gottes Werk”

Berlin, den 10.November 2009

Goldman-Sachs-Chef Blankfein hat also gesagt, dass die Bankiers nur Gottes Werk vollbringen und alle Welt regt sich nun darüber auf und zerreißt sich das Maul. Aber aus purer Unwissenheit!

Denn hätten sie jemals das Neue Testament tatsächlich gelesen, all diese Pfaffen und Schreihälse, wüssten sie, was Jesus über deren Gott gesagt hat.

Und das hätte man auch in dem Buch Die Lichtkuppel von Rainer-Maria Maas lesen können.

Jesus hat nämlich zu den Juden gesagt: Der, den Ihr anbetet, ist der Teufel!

The Ace

Nachfolgend Der Artikel von Spiegel Online.

Blankfein-Spruch

„Gottes Werk“ der Banken erstaunt die Kirche

Milliarden scheffeln im himmlischen Auftrag? Diese Auffassung vertritt Goldman-Sachs-Chef Blankfein – in einem Interview sagte er, die Geldhäuser verrichteten „Gottes Werk“. Jetzt melden sich verwunderte Kirchenleute und Aktienexperten zu Wort, SPIEGEL-ONLINE-Leser schreiben wütende E-Mails.

Hamburg – Die US-Großbank Goldman Sachs macht mitten in der Finanzkrise satte Gewinne, gleichzeitig schüttet sie Boni im Gesamtwert von 20 Milliarden Dollar aus – während der Rest der Welt unter der schärfsten Rezession seit Jahrzehnten leidet. Für Konzernboss Lloyd Blankfein ist das alles kein Problem: Er und seine Bank verrichteten einfach nur „Gottes Werk“, sagte der Spitzenbanker der „Sunday Times“.

Damit löst Blankfein weithin Verwunderung aus. Kirchenleute und Ökonomen zweifeln an der Ernsthaftigkeit seiner Aussage, SPIEGEL-ONLINE-Leser schreiben wütende E-Mails.

„Sicherlich kann man den Banken aus christlicher Sicht auch Gutes zuschreiben“, sagt der Sprecher des Hamburger Erzbistums, Manfred Nielen, süffisant. Doch die Äußerung des Bankers sei theologisch einfach zu flach. „Dass das automatisch alles rechtfertigen soll, was Banken machen, halte ich für mehr als fragwürdig.“

Banker in heiliger Mission? „Das Argument können wir nicht teilen – und wir verstehen es auch nicht“, sagt Marco Cabras von der Deutschen Schutzvereinigung für Wertpapierbesitz. Seine einzige Erklärung: „Vielleicht hat Blankfein Angst vor der Bonus-Polizei, schließlich schaut man in den USA mittlerweile genauer hin.“

„Jeder kann glauben, was er will“

In den USA müssen Banken, die Staatshilfe erhalten haben, die Bonuszahlungen an ihre Manager stark begrenzen. Selbst Institute, die keine Hilfe bekamen wie Goldman Sachs, stehen unter scharfer Beobachtung der Öffentlichkeit. 2007 hatte Blankfein noch die Rekordsumme von 68 Millionen Dollar als Gehalt eingestrichen.

Ganz ernst nehmen Fachleute sein Gottes-Interview allerdings nicht – manche reagieren einfach mit Ironie: „Jeder kann glauben oder nicht glauben, was er will. Aber dieser religiöse Zusammenhang ist doch Satire“, sagt Markus Dufner, Geschäftsführer des Dachverbands der Kritischen Aktionärinnen und Aktionäre. „Würde Herr Blankfein in Deutschland leben, man müsste ihm den Orden wider den tierischen Ernst verleihen.“

Deutlich wütender sind viele SPIEGEL-ONLINE-Leser. Hans Peter Bräcker aus Aachen schreibt per E-Mail: „Perverser geht’s nicht. Aber schon G. Clemenceau (franz. Außenminister) wusste 1927 zu sagen: ‚Amerika ist die einzige Nation, die seltsamerweise von der Barbarei direkt in die Dekadenz übergegangen ist, ohne das übliche Intervall der Zivilisation‘ – braucht es mehr, um einen solchen Ausspruch zu verstehen?“

„Die Banken schaffen eine Atmosphäre zu ihrer eigenen Zerschlagung“

Ebenfalls per E-Mail meldet sich Oliver Boekels aus Freiburg: „Leider scheint Ihnen ein Tippfehler durch die Maschen gegangen zu sein, Mister Blankfein hat sicher gesagt: die Banken verNichten Gottes Werk auf Erden. Ich teile diese Selbsteinschätzung.“

Im SPIEGEL-ONLINE-Forum schreibt O.W. von Feinzinn: „Ich weiß nicht, welchen Gott er meinte, aber es kann eigentlich nur Mammon gewesen sein.“ Und don_tango ruft zur Abkehr vom Geldglauben auf: „Halleluja. Gottes Werk führte bzw. führt zu massiver Verschuldung und hoher Arbeitslosigkeit. Vielleicht sollten wir deren ‚Gotteshäuser‘ abreißen und unseren Glauben mal neu ausrichten.“

ReneMeinhardt kann Blankfeins These sogar noch etwas abgewinnen: „Wenn es Gottes Wille ist, dass wir den Wahn, den die Banken und die Politiker im Kapitalismus verursachen, überwinden sollen, um z.B. zu mehr Menschlichkeit zu kommen, dann tun die Banken wahrhaft göttliches Werk. Sie schaffen nämlich eine Atmosphäre zu ihrer eigenen Zerschlagung.“

Quelle http://www.spiegel.de

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