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November 29, 2009

Weihnachten

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PDF Download – Weihnachten

Weihnachten

Es gab eine Zeit,
Da war ich bereit,
Sie all‘ zu bedenken
Mit Weihnachtsgeschenken.
—–
Dann kam eine Zeit,
Wo die ganze Menschheit
Beim Einkaufsbummel
Und dem Vorweihnachtsrummel,
Veranstaltete so eine Art Krieg,
Wer am teuersten kaufte, wähnte den Sieg.
Und mich befiel Schauder, Abscheu und Wut,
Und ich befand, all dies sei wirklich nicht gut!
Fortan verweigerte ich mich der Schau,
Und man nannte mich nun eine geizige Sau.
——
Doch dann kam die Zeit
Mit der Menschlichkeit.
Und ich dachte bei mir, so ganz im Stillen,
Wenn sie einmal im Jahr den Zerstörungswillen
Ihrer bösen Natur unterdrücken,
Und auch mal was für And’re rausrücken,
Und statt mit Ellenbogen-Gelenken,
In Erscheinung treten mit schönen Geschenken,
Dann ist das vielleicht besser als Nichts,
Und es sei vielleicht ein Zeichen des Lichts.
——-
Und so ist’s an der Zeit,
Ich bin wieder bereit,
Meinen liebsten Menschen Freude zu machen,
Egal, ob sie lästern oder gar lachen.
Es lebe die ehrwürd’ge Weihnachtszeit,
Solang‘ Ihr noch da seid – macht Euch ’ne Freud!
Denn wissen wir, ob wir’s morgen noch können?
Den Luxus der Freude, den sollt Ihr Euch gönnen.
<>
The Ace
5.12.98

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August 7, 2009

Der alte Narr und die Liebe

Filed under: Gedichte — Schlagwörter: , , , , , — nobody knows @ 19:15

PDF Download – Der alte Narr und die Liebe

Es war einmal ein alter Narr,
Sein Herz war voller Liebe,
Doch geizig, wie das Leben war,
Gab es ihm nur noch Hiebe.

<>

Die Freunde liefen alle fort,
Es kamen keine Neuen,
Die Erde ward ein finst’rer Ort,
Er konnte sich kaum freuen.

<>

Er wollte sterben Stund um Stund,
Sein Herz wollte vergehen,
Dass jemand küsste seinen Mund,
Wie dies noch nie geschehen.

<>

Da kam ein Wesen, leuchtend, pur,
Im Herzen voller Leben,
Entzündete sein Wollen nur,
Als würd‘ erneut er leben.

<>

Jedoch wusste er allzu gut,
Trotz seiner Narretei,
Dass hier nichts nützte, auch kein Mut,
Für eine Liebelei.

<>

So blickte er die Schönheit an,
Versuchte sie zu haschen,
Im Geiste himmelte er an,
Ohne daran zu naschen.

<>

War voller Furcht, es könnte doch,
Vor ihm alsbald entfliehen,
Trotz seiner Liebe immer noch,
Sich völlig ihm entziehen.

<>

So bangte er, ganz voller Sorge,
Ob er es wiedersehe,
Ob Zeit das Schicksal ihm wohl borge,
Ob Jugend nie vergehe.

<>

Oh was ein Narr, hört er es singen,
Der nimmer etwas lerne,
Den Unfug in den Ohren klingen,
Dem Leben doch so ferne.

<>

Statt sich nach Liebe zu verzehren,
Und Narretei zu treiben,
Und Jugend, Schönheit zu begehren,
Solltest Du Dich entleiben.

<>

Da kam ein Engel, stark und schön
Direkt vom Himmel runter,
Sagte, was bist Du doch obszön.
Geh her und bete munter!
Dass man Dich nicht zur Hölle schickt,
Solch blöder Wünsche wegen,
Lass das geliebte Wesen zieh’n,
Und gib ihm Deinen Segen.

<>

Es war als ob das Herz ihm sprang,
Statt auf ihn nun zu hören,
Liebes-und Klagelieder nun er sang,
Sich selbst nun zu betören.

<>

So schwebt er, wie ein Luftballon,
Am Liebeshimmel hin-und her,
Schreibt Briefe, wie ein Postillon,
Ein Narr im Illusionenmeer.

<>

Bis dass die Nadel sticht ein Loch,
Die Luft ist aus der Hülle,
Und mit Karacho fällt er noch,
In Kaktus‘ Stachelfülle.

<>

Den Hintern voll der Dinger jetzt,
Mit Ach und Jeh Geschreie,
Sieht er es ein und ist entsetzt,
Die alte Narreteie.

<>

The Ace
09.9.97
Für jenes Wesen.

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Juli 10, 2009

Die Geschichte von dem alten Haus und dem Geist!

Filed under: Gedichte — Schlagwörter: , , , , — nobody knows @ 13:33

PDF Download – Die Geschichte von dem alten Haus und dem Geist!

Sie handelt von einem jungen Mann, der auf die Reklame eines Maklers sich für ein altes Haus interessiert; ein schönes altes Haus, durchaus solide und ansehnlich, in einer guten Gegend. Aber er zieht noch einen Gutachter zu Rate, bevor er sich entscheidet und das hier ist ihr Gespräch:

„Sie wollen also dieses schöne alte Haus beziehen und wollen meinen Rat. Nun mein Herr, ist alles schön und gut; das Haus ist solide gebaut, ist noch in gutem Zustand, zeugt gar von guter Substanz, macht was her, hat einen schönen Garten, wo die Vögel in den Bäumen singen, hat eine gute Bibliothek mit Büchern und Wissen aus allen Zeiten, hat für den Winter eine solide Heizung, dass es gemütlich sich darin sitzen lässt, ohne zu frieren, hat große Fenster, von wo man in die ganze Welt blicken kann, stimmt alles. Und es stimmt sogar, dass frühere Bewohner in dieser Geborgenheit und Schönheit heranwuchsen und das Haus stark und frei verließen, geleitet vom guten Geist des Hauses, das mit einer bestimmten Magie ausgestattet gewesen sein soll, das seine Bewohner so stark und unabhängig machte, dass sie nie mehr zurückblicken mussten, wenn sie es verließen.

Alles wahr, alles schön und gut. Aber heute würde ich Ihnen abraten, in dieses Haus zu ziehen, wahrhaftig!“ „Weswegen denn, Herr Gutachter? Das alles ist doch sehr fein und schön?“ Der Gutachter runzelte die Stirn, machte ein gequältes und vielsagendes Gesicht, den Unglauben des Ratsuchenden vorausahnend und sagte etwas verkniffen: „Sie würden es mir ja doch nicht glauben!“ Der junge Interessent insistierte: „Was meinen Sie damit, ich würde es sowieso nicht glauben?“ Der Gutachter, arg in Verlegenheit geraten, die man ihm ansehen konnte, entgegnete -fast so aussichtslos dreinblickend, als sollte er jemandem das Universum erklären, der daran glaubte, in einer Glaskugel zu leben- mit hoffnungslosem Blick und resignierter Stimme, den Unglauben des Besuchers voraussetzend: „Es gibt ein Gespenst in diesem Haus!“ Schallendes Gelächter schlug ihm von dem jungen Herren entgegen und ein ungläubiger Ausdruck im Gesicht, zwischen dem der Neugier Sensationslüsterner, die den Unfug zu ihrer Unterhaltung lieben, und dem der Wissenden von heute, die solchen Spuk als Ausgeburt infantiler Phantasie betrachten und mitleidig lächeln, wenn wer sowas von sich gibt und voller Ernst behauptet.

Da war dieser Ausdruck des Unverständnisses, nicht über das Phänomen sondern über den Erzähler. Und so sagte er zum Gutachter: „Ich dachte, dass Gutachter vernünftige Personen sind, auf deren Urteil man sich verlassen kann,“ und mit leichtem Spott in der Stimme setzte er nach: „Aber fahren sie fort mit ihrer tollen Geschichte; erzählen sie mir von dem Gespenst. Wir lieben sie doch alle, diese Gespenstergeschichten!“ und wartete mit Spannung auf den Bericht. Der Gutachter verzog mitleidig das Gesicht und begann erneut: “ Lieber Junger Herr! Diese Geschichte ist wahr, so wahr, wie ich hier vor Ihnen stehe! Und sie ist furchtbar traurig dazu, und ängstigend. Dieses Gespenst, so sagt man sich, ist der Geist eines verlassenen Kindes, das immer glaubte, dass man es umbringen wollte, weil es das Gute in die Welt bringen wollte, und das Böse alles tat, es zu vernichten.

So wurde es vor seiner Geburt schon mit Abtreibungsversuchen drangsaliert, später mit Prügeln, zischenden Ohrfeigen, allen nur erdenklichen Demütigungen, mit Krieg und Hunger, Not und Schrecken aller Art und das Böse stahl ihm immer alle Freunde, so dass es immer alleine blieb. Es – gegen die ganze Welt. Als das Kind heranwuchs -ein schöner Junge versuchten verruchte Gestalten, ihn zu korrumpieren, wollten seine Schönheit und seinen Körper kaufen, verhöhnten ihn, weil er nicht käuflich war. Er baute eine eigene Welt um sich auf, die dieses Haus wurde und beschloss, seine Türen sollten jenen schönen Geistes offen stehen, die, wie er, niemanden hatten, und er beschloss, ihnen alles zu geben, dass sie stark und mutig in die Welt hinausgehen könnten, in seinem Sinne -vielleicht mit ihm- zu kämpfen für eine bessere Welt. Und wenn ihn der Hunger nach eigensüchtiger Liebe überkam, ging er zu dieser Uhr, mein Herr, die Uhr für Gut und Böse, und drückte das schwere Pendel, all seine Kraft dagegen stemmend, nach rechts, so dass der Zeiger wieder „Gut“ anzeigte.

Er steckte einen Stock dazwischen, weil er das schwere Pendel nicht dauernd halten konnte. Doch die Stöcke bogen sich und drohten zu zerbrechen und er musste immer neue holen und jedes Mal wieder mit seiner ganzen Kraft das Pendel stemmen, damit der Neue dazwischen passte. Die Stöcke waren aus Liebe, Tugend, Anstand, Glauben, Treue zu seinem Gott, Fürsorglichkeit, Angst vor Verlust, Selbstbetrug, Selbstverleugnung und gar dem Material, das einen selbst zu einem Gott macht, aber alle hielten auf Dauer dem Druck nicht stand, bogen sich und drohten zu brechen. Und neues Material war kaum zu finden. Und mit zunehmender Zeit, wurde er schwächer; aus einem geistigen Giganten wurde ein schwacher Wicht, ausgezehrt vom Verlassen werden. Denn seine Bewohner kamen, um sich zu stärken, nahmen alles brauchbare mit und gingen ohne das Haus auch nur noch eines Rückblickes zu würdigen. So wurde er ausgezehrt und schon fast böse. Und zuweilen zu schwach, das Pendel zu stemmen. Und wissen Sie mein Herr, wenn das Pendel zurückschlägt, schlägt es mindestens soweit zurück, wie man es vorher in die andere Richtung gedrückt hat. Er fürchtet sich davor; er will nicht auf die Seite „Böse“ geschleudert werden.

Also hat er sich vorgenommen, das so zu arrangieren, dass, wenn er es nicht mehr schafft, das Pendel aufzuhalten, es ihn spalten soll, auf halbem Wege, damit er nicht ins Böse fliegt.“ Na schön und gut, aber wieso sollte mich ein solcher Geist denn stören?“ Der Gutachter wurde sehr nachdenklich und sagte: „Sehen Sie mein junger Herr, dieser Geist liest täglich in den Zeitungen und sieht im Fernsehen, was mit anderen Kindern in der Welt geschieht. Er sieht sich selbst als solches Kind, er sieht in sich selbst das Böse fressen, sieht, dass er es nicht ändern kann und seitdem belästigt er seine Bewohner gar fürchterlich!“ „Wie meinen Sie das, er belästigt sie gar fürchterlich? Rasselt er mit Ketten oder mit solchem gemeinen Spuk, wie wir ihn aus Kinderbüchern kennen?“ „Oh nein!“ rief der Gutachter aus, „es ist viel schlimmer!“ Und dabei schauderte es ihn ganz fürchterlich, als er fortfuhr: „Dieser Geist ist besitzergreifend geworden. Nachts, wenn seine Bewohner schlafen, geht er in ihre Betten, gar in ihre Leiber, saugt alles aus ihnen raus; er saugt die Lebenssäfte aus ihren Geschlechtsteilen, leckt ihre Gedärme aus, und ihre Zungen sollen zuweilen morgens, wenn sie, ansonsten unbeschädigt aufgestanden- viel länger gewesen sein, als vorher, dass sie sie kaum wieder in ihren Mund geschoben bekamen, lange vor dem Spiegel zubrachten, ob sie auch wieder weit genug drin wären. Wenn solche des Nachts Kinder bekamen, ihnen Namen wie Idee oder Erfindung gaben, fraß dieser Geist sie sogleich auf, mit Haut und Haaren.

Wenn der Bewohner eine Frau da hatte, dann klopfte der Geist ganz un- verschämt an Wand und Tür und rief auf zur Unterhaltung, und wenn der Bewohner ihm antwortete, ihn zu beruhigen, gingen die besten Mädchen und dachten, der Bewohner spinnt, denn natürlich zeigte sich dieser rumorende Geist fast nie, und wenn, dann nackt, mit grinsendem Gesicht und machte seinen Spott mit ihnen. Wenn Besucher da waren, gab er ihnen Ideen ein, doch mal ihre Albernheit zu offenbaren und wenn sie es dann taten, zum allgemeinen Gelächter, spuckte er ihnen zu allem Überfluss noch in die Suppen, so dass alsbald der Bewohner dieses Hauses niemanden mehr hatte, der ihn besuchte, der ihn ernst nahm, der ihm glaubte. Denn natürlich liebte der Geist seine Bewohner, spielte ihnen nie selber Streiche, schmeichelte ihnen, beschenkte sie, gab ihnen seine Geborgenheit, dass sie bleiben mussten, und zeigte sich nur als untertäniger Servant, der seine Bewohner voller Hochachtung verehrte; das Auslutschen und Aussaugen tat er nur
nachts, in deren Träumen, die sie morgens vergessen hatten. So gingen diese Bewohner ganz beschwingt des Tages in die Welt hinaus und im Haus fing ein erbärmliches Geheule an. Sogar die Briefträger, die schon alle Hunde der Welt erlebt hatten, fürchteten sich, dem Briefkasten nahe zu treten.

Die Nachbarn schlossen ihre Fenster. Es war gar grauenhaft. Und wenn der Bewohner wieder kam, dann war das Heulen weg. Der Geist als Butler gab alsbald sein Stelldichein und machte den Bewohner fühlen, er lebe als König in einem Schloss! Dieser Geist hat seine Würde verloren, seine Stärke; es dauert einen. Und er ist gefährlich. Falls das Heulen nicht mehr aufhört und das Pendel ihn zu erschlagen droht, hat er überall – unauffindbar für jeden anderen- lange schon Löcher ins Fundament gebohrt, Dynamitstangen mit Zündern und Zündschnüren reingelegt, und er hat sich fest vorgenommen, sie alle zu zünden, wenn es nicht mehr geht, sich lieber zu zerreißen, als sich dem Teufel hinzugeben, als Opfer, als Verlierer, als Schwächling, als ganz einfach ein Arsch!“ Der junge Herr war sehr nachdenklich geworden und fragte: „Ja kann man diesem Geschöpf nicht irgendwie helfen?“

„Ich glaube kaum,“ entgegnete der Gutachter, „beim Gespenst von Canterville bedurfte es einer Jungfrau, die gelobte, ihn zum Mann zu nehmen, um diesen zu erlösen. Es fand sich gar eine, das Gespenst wurde kurz Fleisch, zerfiel alsdann zu Asche, war erlöst; die Jungfrau blieb nach dem Gesetz alleine. Scheidung war nicht vorgesehen. Die arme Jungfrau. Aber dieser Geist ist noch viel schlimmer; zu seiner Rettung bedürfte es eines schönen Helden, einer der lachen kann, ohne Lüge im Gesicht, der sich verweigert hat der Welt, indem er nicht Soldat sein wollte, der voller Jugend, Schönheit, Kraft, Gedankenreichtum ist, ganz für sich selbst. Wenn er das Pendel nicht mehr halten kann. Ich habe ihn belauscht. Das sind seine tief innen sitzenden Wünsche, die hält er ganz geheim, findet sie ganz gemein, wünscht sich den Tod deswegen. Ich hab ihn gestern Nacht belauscht. Weil ich mich auf das heutige Gespräch vorbereiten wollte. Er ist dabei, innerlich zu verbrennen, seit er Sie hier das erste Mal gesehen hat. Er betet zwei: Gott, gebe ihn mir – und, Gott schütze ihn vor mir. Er ist gespalten schon, ohne das Pendel von Gut und Böse. Es zerreißt ihn das Leben, das in ihm fehlt, und in ihm tobt. Alleingelassen, wie ein Kind. Oh nein mein Herr, Sie sehen edel und zukunftsträchtig aus; gehen Sie, vergessen Sie das Haus!“ Und nachdem er sich erholt hatte, denn seine Rede hatte ihn angestrengt, setzte er in die Nachdenklichkeit des jungen Herren nach: „Sehen Sie mein vornehmer junger Herr, Sie könnten einmal Vorbild für viele werden, schöne Kinder haben, die Welt was Gutes lehren. Sie sollten sich der Welt erhalten; da liegen unsere Aufgaben. Verderben Sie sich nicht in diesem Haus. Es sollte abgerissen werden, ja,das sollte es!“ Der junge Herr verabschiedete sich höflich, sah wehmütig zu dem schönen alten Haus und sagte sich, das muss ich mir sehr gut überlegen.

The Ace
21-9-1997

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Juni 13, 2009

Der Demokratenhai

Filed under: Gedichte, Satire — Schlagwörter: , , , , , — nobody knows @ 00:07

PDF Download – Der Demokratenhai

Der Demokratenhai

macht aus der Welt nur einerlei,
er frisst, er pisst und scheißt sich aus,
doch aus Wählern -oh, was ein Graus,
da macht er sich nun garnichts draus.

<>

Neue Gesetzte, mehr Demokratie,
ist Futter nur für das blöde Vieh.

<>

Zu halten die Massen in dieser Herde,
bedarf es doch mehr als dieser Erde,
da das ein zeitliches Problem,
die Herde muss am Abgrund stehn.

<>

Damit zur Rechten Zeit geschehn,
was man nun für sie vorgesehen,
die Herde in den Abgrund fällt,
wie es dem bösen Hai gefällt.

<>

Wenn das geschafft, wenn es vollbracht,
der Demokratenhai nun lacht,
es war doch leichter als gedacht!!!

<>

Das wünscht er sich – der blöde Fisch,
doch fegen wir ihn jetzt vom Tisch,
weil er so stinkt vom Kopf,
fliegt er ganz einfach in den Topf,
mit anderm Müll ihn zu verfüttern,
die Schweine wird das kaum erschüttern!

<>

Johny /The Ace

12.6.2009

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Juni 12, 2009

Über das Stuhl-Phänomen

Filed under: Gedichte, Satire — Schlagwörter: , , , , — nobody knows @ 20:46

PDF Download – Über das Stuhl-Phänomen

Über das Stuhl-Phänomen

Im Fernsehn konnte man hören und sehen,
Den Doktor der Därme und Fettproblem‘,
Wie er den Leuten die Fettpill‘ erklärte,
Und wie man sich damit auch richtig ernährte.

<>

Nicht mehr als 60 Gramm Fett am Tage,
Dass die Pille sich nicht entarte zur Plage,
Dass sie 30% der Enzyme blockiert,
Die Fett zerlegen und Speck animiert.

<>

Und dass, wenn man mehr als 60 Gramm äße,
Man alsbald in der eigenen Fettsoße säße.
Der Doktor schonte jedoch die Gefühle,
Und sprach zu ihnen nur über Fettstühle!

<>

Ich lachte mich weg und dachte an Beuys,
Ob der wohl so an sein‘ Fettstuhl kam?
Er soll einen Spachtel genommen hab’n,
Oder war’n es doch heimlich seine Boys?

<>

Da gab es noch in den alten Zeiten,
Als man Wert legte auf Gemütlichkeiten,
Beim König so’n Stuhl mit’m Loch in der Mitte,
Wo der König sagte: Meine Herrschaften, bitte.

<>

Sie sollten sich mit was anderm befassen,
Wenn der König strullte beim Wasserlassen,
Und wenn er mit seinen Schissen krachte,
Dass man auf etwas Anderes achte!

<>

Da ging man zum Stuhl und stieg hinauf,
Heut nennt man ’nen Stuhl den gemachten Hauf‘.
(Auf solche Verdrehung, da scheiß ich drauf.)
Nennt es beim Namen; habt Ihr ’ne Macke?
Und bekennt Euch dazu, zu Eurer Kacke.

<>

The Ace
2.12.98

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Juni 11, 2009

Die Sache mit der Ruhe

Filed under: Gedichte — Schlagwörter: , , , , , , — nobody knows @ 01:44

PDF Download – Die Sache mit der Ruhe

Die Sache mit der Ruhe

Es war einmal in alter Zeit,
In dieser Stadt mit ihrem Streit,
Da saß ein Philosoph bereit,
Zum Denken und mit Geist gefeit,
Um alles rauszufinden,
mit allen seinen Gründen.

<>

Da kam das Übel auch schon her,
Das Peitschenknallen stört ihn sehr,
Verscheucht das Denken noch und noch,
Und hinterlässt geistig ein Loch.

———
Die Prügelstrafe muss zurück,
Der Lärm verdirbt mir all mein Glück.
(Schopenhauer in Frankfurt)

<>

So war es auch mit mir geschehen,
Konnte nur Flucht als Ausweg sehen,
Um diesem Ort der Störungen,
Mit all seinen Empörungen,
Für eine Weile zu entfliehen,
Ganz einfach in die Ferne ziehen.

<>

Hubschrauberknattern,
Lautsprecherrattern,
Motorengebrumm,
Trommeln bum-bum,
Auto-Alarm,
Rasenmäh-Kram,
Autos und Busse und Flugzeug-Getöse,
Und all das Ta-Tü-Ta-Ta Gekröse.
Nichts wie hinweg von diesem Ort,
Möglichst schnell und möglichst weit fort!

<>

Schnell Karten gekauft,
Kram zusammen gerauft,
Auto tanken,
Bloß nicht wanken,
Niemand vom Ziel der Reise sagen,
Ruhe sichern vor ihren Fragen,
Das Söhnchen schnappen und nichts wie weg,
Was die anderen sagen, schert mich ’n Dreck!

<>

Da waren wir nun, in dieser Idylle,
Im schottischen Hochland, mit seiner Stille,
Im Kabinen-Kreuzer, auf glattem See,
Ein schöner Ausblick, ne Tasse Tee,
Unter freiem Himmel,
Ohne Kirchengebimmel,
Nachts die Sterne zu sehen,
Den Kosmos verstehen,
Tags das Zwitschern der Vögel,
Ein Genuss in der Regel,
Und ganz oben am Berg,
Als sei es ein Zwerg,
Ein Schäfer, ganz weit, mit seiner Herde,
Als ob es ein Tag aus dem Märchenbuch werde,
Ein ganz fernes Schäfers Hoo und Hey,
Und die Schafe dazu mit ihrem bäh.

<>

So ein Tag in der Sonne ist ganz wunderbar,
Dann passierte es, als ich im Dingi war,
Ein ganz lauter Knall,
kam von überall.
Und ich rutschte vor Schreck,
Mit den Stiefeln hinweg,
Fand mich liegend und mit offenem Mund,
Mit nassem Hintern auf dem Dingi-Grund,
Starrte ganz irritiert vor Schreck,
Zum Himmel, nach diesem grauen Fleck,
Nach der Ursache von diesem Ungemach,
Da kam schon der nächste- auch mit Mach,
Huschte vorüber und verschwand im Nu,
Zweimal am Tag stahlen sie uns die Ruh!
Die beiden grauen Düsenjäger,
Knallende, laute Himmelsfeger,
Übten den Tiefflug in Felsenwänden,
Den Steuerknüppel fest in den Händen,
Gaben ’n Scheiß auf die Natur,
Und ritten, wie Teufel, Technik pur.

<>

So fand ich als Illusion die Idee,
Es genüge zu sagen: Frankfurt Adé!
Ich glaube, man müsste die Welt verlassen,
Oder am Nordpol sich niederlassen.
Und es fragt sich dann, völlig zu Recht,
Ob man dann Ruh hätte, wirklich ganz echt?
Die Frage lass ich lieber offen,
Soll doch wer will, auf Ruhe hoffen!

<>

The Ace
8.10.1997

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Juni 10, 2009

Der Asteroid

Filed under: Gedichte — Schlagwörter: , , , , , — nobody knows @ 03:02

PDF Download – Der Asteroid

Der Asteroid

Geschrieben für einen Jungen der dann erst 50 sein
wird, wenn ich mit den Engeln einen Asteroiden
durch die Gegend schieben werde.- 14.3.1998

Da sitzt jemand ganz weit und fern,
Als säße er auf einem Stern,
Und ich stell mir die Frage,
Was ich als nächstes sage!

<>

Ich würde gerne fliehen,
In ferne Welten ziehen,
Warte stattdessen brav,
Wie ein verlornes Schaf.

<>

Dass er mir schreibt,
Und treu mir bleibt,
Mich weiterhin beachtet,
Nach Geist und Weisheit trachtet!

<>

Dass er meinen Humor erkennt,
Ihn nicht vom Ernst des Lebens trennt,
Und mir zuweilen Zeichen setzt,
Und zwar nicht morgen, sondern jetzt!

<>

Es gibt da den Asteroid,
Bin sicher nicht paranoid,
Aber in dreißig Jahren,
Soll er vorbei hier fahren.

<>

Eineinhalb Kilometer ist er dick,
Ein schönes Trumm, ein schönes Stück,
Mit einem Affenzahn.
Fährt er auf seiner Bahn.

<>

In fünfzigtausend Kilometer,
Soll er vorbeiziehn; see You later,
Doch gibt es da die Fehlerquote,
Von eins bis zehn ist dessen Note.

<>

Und wenn er auf die Erde kracht,
Dann sagen alle Gute Nacht.
Der nukleare Winter dann,
Wo nichts mehr blühen, wachsen kann,
Verpasst uns dann den Rest und so
,
Und aus ist’s mit dem Erden-Zoo!

<>

Ist das der Grund, dass sie uns plündern?
Das Steuergeld, wie armen Sündern?
Um auf dem Mond Station zu bauen?
Von wo sie auf uns niederschauen?
Und später, wenn es ist vorbei,
Auftauen Embryo und Ei,
Und eine neue Welt erschaffen,
Wo sie nur ganz alleine raffen?

<>

Und als ich also daran dachte,
Und wie ein Gott darüber lachte,
Da war mir klar,
Und das ist wahr,
Ich würde Engelschwarm anheuern,
Und dann den Klumpen seitwärts steuern,
Dass er schön auf den Mond raufknallt,
Dass es im ganzen Kosmos hallt!
Und flöge er dann noch und noch,
Direkt in so ein schwarzes Loch,
Dann wär’der Mond zwar nicht mehr hier,
Es stürbe aus so manches Tier,
Weil ihre Art vom Mond bestimmt,
Und nun ihr Zyklus falsch beginnt.
Auch die Periode von den Frauen,
Würde wohl micht mehr ganz hinhauen,
Was sicher auch ganz nützlich wär,
Soldaten brauchten kein Gewehr,
Weil sich die Zahl verringern würde,
Was sicher nützlich wär‘ der Würde.

<>

Ja ganz bestimmt
Ich sag’s geschwind,
So würde ich es machen,
Jetzt könnt Ihr alle lachen!

<>

The Ace
1 9 9 8

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Juni 9, 2009

Treibjagd

Filed under: Gedichte — Schlagwörter: , , , — nobody knows @ 02:26

PDF Download – Treibjagd

Treibjagd

Die Hintermänner dieser Welt
knüpfen ihre Netze,
zu fangen den, der nicht gefällt,
Hetze, Hetze, Hetze.

<>

Die Hintermänner dieser Welt,
basteln ihre Wanzen,
belauschen den, der nicht gefällt,
(Der könnte Wahrheit pflanzen…“)

<>

Die Hintermänner dieser Welt
ziehen ihre Fäden,
erwürgend den, der nicht gefällt,
(Der kann womöglich reden…“)

<>

Die Hintermänner dieser Welt
schmieden ihre Waffen,
erschlagen den, der nicht gefällt,
…. und keiner wird was raffen.

<>

Den Hintermännern dieser Welt
ist’s gleich, ob wer verreckt,
Was zählt ist Macht allein und Geld,
ganz gleich, ob’s blutverdreckt.

<>

Oliver Müller

25.11.98

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Juni 6, 2009

Gedicht für einen jungen Poeten

Filed under: Gedichte — Schlagwörter: , , , , , , — nobody knows @ 03:22

PDF Download – Gedicht für einen jungen Poeten

Gedicht für einen jungen Poeten

In Deutschland schwindet die Kultur ,
Weil Neid und Missgunst hier sind pur,
Weshalb das Land im Niedergang,
Laut UNO, 19 ist sein Rang,
Unter den vielen Ländern,
Das kann man nicht mehr ändern!

<>

Was haben’s da die Sportler wahrhaft gut !
Mit Stopuhr, Toren misst man ihren Mut,
Machen sie auch noch Kohle,
Zu ihrem, nicht zu unserm Wohle,
Weil sie bei uns nicht Steuern zahlen,
Und auch noch kräftig damit prahlen,
Dann gibt es Beifall auch en gros,
Das ist deutsches Kulturniveau !

<>

Doch wenn wer was zu sagen hat,
Setzt man ihn mit Kritik flugs matt.
Denn die, die was zu sagen haben,
will man in diesem Land nicht haben !
Schopenhauer hat es schon beschrieben,
Und heute noch wird’s so betrieben,
Dass man in Deutschland stets verneint,
Und alle sind dabei vereint,
Dass es ja keiner wage,
Und Lob auf etwas sage !
Und Anerkennung kommt erst dann,
Wenn man sie nicht vermeiden kann.
Wenn man ansonsten sich blamierte,
Und schlechten Ruf damit riskierte,
Weil längst an hoher Stelle schon,
Gelobt wurde von hohem Thron.
Da würde wer nich anerkannt,
Sofort entlarvt als Ignorant!

<>

Da las ein Knabe ein Gedicht,
Schön und edel sein Gesicht,
Und alle brachte er zum Lachen,
Wie selten, sowas heut zu machen !
Und Bilder voller Phantasie,
Voller Lebendigkeit, Espri,
Mit bunter Kraft und mit Magie,
die uns gezeigt, mit Akribie,
die andre Welt der Poesie !

<>

Der Junge mit dem braunen Haar,
Das was er las war wunderbar !

<>

Aplaus, Aplaus, klar, das muss sein,
Doch dann, und das muss auch so sein,
kommt die Kritik ganz unverhohlen,
Du hast uns hier die Schau gestohlen !
Der Junge mit dem braunen Haar,
Das was er sagt ist wunderbar !

<>

Der Junge ist doch noch ein Knabe,
Als ob der was zu sagen habe !
Da wird sich mit Kritik gewunden,
Da wird nicht etwas schön gefunden.
Das kann doch garnicht gut schon sein,
Der Knabe ist doch viel zu klein.
Es kann nicht sein, was nicht sein darf,
In der Beziehung ist man scharf !
Weshalb man ihn ganz streng verweist,
Dass er bestimmt, wenn er vergreist,
Großartiges zustande bringt,
Wenn selbst man nicht mehr mit ihm ringt!

<>

So macht man unserm Jungen Mut,
Damit er geht, was andres tut,
Schneidet Genie mit dieser Schere,
dass er nicht kommt uns in die Quere!

<>

Wie kann man für solch Volk noch dichten ?
die alles nach dem Fußball richten ?
Und kein Niveau mehr angesagt,
Und auch nach Schönheit nicht gefragt ?
Wo soll ein Junge Mut hernehmen ?
Bei solchem albernen Benehmen ?

<>

Ich sag es ihm ganz unverblümt !
Schreib weiter so, ganz ungestüm,
Und lasse niemand Dich beschränken ,
mit Riten und mit eitlen Ränken !
Schreib weiter so und glaub an Dich !
Dein Engel lässt Dich nicht im Stich !
Sei voller Mut und Zuversicht,
Am Ende kommt zu Dir das Licht !
Weil Du geblieben was Du bist !
Ein Künstler mit Genie und List,
Mit Schönheit und mit Phantasie,
Gedankenreichtum, Poesie !

<>

Der Junge mit dem braunen Haar,
Das was er sagt ist wunderbar !

<>

The Ace
12.6.1997

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Juni 5, 2009

Kleines Gedicht Über das Geld

Filed under: Gedichte — Schlagwörter: , , , , , — nobody knows @ 02:18

PDF Download – Kleines Gedicht Über das Geld

Über das Geld

Das hier ist eine schaurige Welt,
in der es mir überhaupt nicht gefällt.

<>

Alles dreht sich auf diesem Planeten
immer nur um die verdammten Moneten.

<>

Die einen sagen: Auf dieser Welt,
ginge es immer nur um das Geld.

<>

Und andere sagen, dass alles immer auf dieser Erde
nur mit Hilfe des Geldes zu etwas werde.

<>

Ich sage, ich habe es auch erfahren,
man liebt Dich nur mit ’ner Menge Barem!

<>

Die Welt und das Geld,
und die Moneten auf diesem Planeten
und das Erfahren mit diesem Baren,
sind eine Tatsache, glaubte es gern!
Unter der Sonne und vor dem Herrn.

<>

Drum sollte jeder, der keines hat,
machen, dass er die Fliege macht,
bevor ihn der Teufel auch noch hat,
und ihm das Leben zur Hölle macht!

<>

Am Ende nun stellt sich die leidige Frage,
wem ich es vortrage; die bittere Klage?
Ich weiß es bis heute noch immer nicht.
Bin eben auch nur ein armer Wicht.

<>

The Ace
1 9 9 9
Herbst 1999

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